13.07.2026
T wie Teilungserklärung
Was ist eine Teilungserklärung – und warum sollte ich sie vor dem Kauf einer Eigentumswohnung lesen?
Die Teilungserklärung gehört zu den wichtigsten Unterlagen beim Kauf einer Eigentumswohnung. Trotzdem wird sie häufig erst kurz vor dem Notartermin genauer angeschaut – dabei beantwortet sie viele Fragen, bevor sie überhaupt entstehen.
Vereinfacht gesagt regelt die Teilungserklärung die "Spielregeln" einer Wohnungseigentümergemeinschaft.
Was steht in einer Teilungserklärung?
Die Teilungserklärung legt unter anderem fest:
- welche Gebäudeteile zum Sondereigentum gehören,
- welche Bereiche Gemeinschaftseigentum sind,
- ob Sondernutzungsrechte bestehen (z. B. Garten oder Stellplatz),
- wie Kosten verteilt werden,
- welche Rechte und Pflichten die Eigentümer haben und
- welche Regelungen innerhalb der Eigentümergemeinschaft gelten.
Ergänzt wird sie häufig durch die Gemeinschaftsordnung sowie Aufteilungspläne.
Warum ist sie so wichtig?
Die Teilungserklärung beantwortet Fragen, die auf den ersten Blick oft gar nicht sichtbar sind.
Darf eine Markise angebracht werden?
Wer ist für die Fenster verantwortlich?
Gehört der Garten wirklich zur Wohnung?
Ist der Stellplatz Sondereigentum oder nur ein Sondernutzungsrecht?
All diese Punkte ergeben sich häufig erst aus der Teilungserklärung.
Hier hilft mir meine Erfahrung.
Neben meiner Tätigkeit als Immobilienmakler bin ich zertifizierter Verwalter nach § 26a Wohnungseigentumsgesetz (IHK).
Dadurch lese ich Teilungserklärungen nicht nur aus Sicht eines Maklers, sondern auch mit dem Blick eines Verwalters. Ich helfe meinen Kunden dabei, wichtige Regelungen verständlich einzuordnen und auf Besonderheiten hinzuweisen, die später von Bedeutung sein können.
Denn gerade bei Eigentumswohnungen steckt der entscheidende Unterschied oft nicht im Exposé, sondern in den rechtlichen Unterlagen.
💡 Mein persönlicher Gedanke: Eine Teilungserklärung liest sich selten wie ein spannender Roman. Trotzdem entscheidet sie oft darüber, welche Rechte Sie tatsächlich erwerben. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick – und wenn dabei Fragen entstehen, erkläre ich sie gerne verständlich und ohne Juristendeutsch.